In einer Zeit in der wenig als beständig gilt und im Takt der rasanten Tastaturanschläge immer neue Angebote produziert werden, genießen Immobilien und deren Erwerb nach wie vor einen vergleichsweise seriösen und rentablen Ruf. Ob Kapitalanleger, die einen Wohnungskauf als absichernde Investition in ihre Zukunft sehen oder Eigennutzer, die sich den Familientraum von den eigenen vier Wänden erfüllen wollen – eine Eigentumswohnung besitzt eine einzigartige Anziehungskraft, wenn es um die Steigerung des persönlichen Wohlbefinden geht. Die Gründe dafür sind bekanntermaßen so mannigfaltig wie die Bewohner unserer #LeipzigLieblingsstadt selbst.

Unabhängig ob Neubau, Denkmal oder Bestand, Single-Appartement oder Familien-Penthouse, luxuriös oder bodenständig – beim Kauf einer Immobilie bedarf es der intensiven Prüfung zahlreicher Komponenten. Vermeidbare Fehler warten scheinbar hinter jeder Tür. Um einen reibungslosen Prozess zu gewährleisten, empfiehlt es sich immer einen professionellen Makler an seiner Seite zu wissen. Was dieser mitbringen sollte, erfahren Sie hier (Abschnitt: „Was zeichnet einen guten Makler aus?“). 

Doch auch Sie als Käufer können sich mit ein wenig Vorbereitung und geschärftem Blick eine Basis schaffen, die Ihnen hilft, eine Eigentumswohnung zu erwerben, ohne dabei die unbeliebte „Katze im Sack“ zu kaufen. Wir nehmen uns den Artikel der Leipziger Volkszeitung vom 06. November 2020 zum Anlass und beleuchten 5 Fehler und wie man diese umgehen kann.

 

Fehler #1: Überschätzen der eigenen finanziellen Möglichkeiten.

Weit bevor Sie die Farbe der Bad-Fliesen bestimmen, vor Ihrem geistigen Auge bereits die Küche planen oder sich Gedanken über Bodenbeläge machen ist eine Frage von essentieller Wichtigkeit: „Über wie viel Kapital verfüge ich und wieviel davon kann ich investieren, ohne in naher Zukunft meinen Standard senken zu müssen?“ Um Ihre langfristige Liquidität sicher zu stellen, ist hier objektives Kalkül und Weitsicht von großem Vorteil. Um Ihre Finanzierung sicher zu wissen, ist eine bedarfsgerechte Rate entscheidend.

Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, wird „Wo möchte ich kaufen?“ schnell und präzise zu „Wo kann ich es mir leisten zu kaufen?“. So vermeiden Sie Himmelsschlösser außerhalb Ihres Budgets und wissen am Boden der Tatsachen das Beste aus Ihrem „Projekt Eigentumswohnung” heraus zu holen. Je höher dann die Summe Ihres persönlich eingebrachten Vermögens, desto weniger Kredit müssen Sie aufnehmen. 20 Prozent Eigenkapital gelten aktuell als gebräuchlicher Richtwert.

 

Fehler #2: Nicht bedenken, dass sich Lebenssituationen ändern können.

Das Jahr 2020 ist mit all seinen ungeahnten Entwicklungen ein Paradebeispiel dafür, wie schnell sich Situationen ändern können. Wichtig ist es, sich diesen auch anpassen zu können. Frei nach dem Motto „Erwarte das Unerwartete.“. Sei es wohl überlegt oder unvorhergesehen, privat oder beruflich, emotional oder finanziell – beim Kauf Ihrer Eigentumswohnung sollten Sie sich Ihrer aktuellen, aber vor allem zukünftig möglichen Lebenssituation klar sein. Ob sich Ihr Kreis aus Lieblingsmenschen erweitern oder verkleinern könnte, kann z. B. ausschlaggebend für die Lage der Wohnung sein. Von der Entfernung zum nächsten Kindergarten bis zur altersgerechten Barrierefreiheit – bedenken Sie vorher, was später passieren könnte.

 

Fehler #3: Das Gemeinschaftseigentum wird unterschätzt.

Als Käufer einer Wohnung in Mehrfamilienhäusern erhalten Sie zum Sondereigentum an Ihrer Wohnung auch Ihren dazugehörenden Anteil am Gemeinschaftseigentum. Dieses besteht aus dem Grundstück, allen grundlegenden Gebäudebestandteilen (tragende Wände, Decken, Fassade etc.) sowie gemeinschaftlichen Räumen (wie z. B. Treppenhaus, Garten etc.). Die Wohnungseigentümergemeinschaft sollte also ebenfalls im Vorhinein betrachtet und beurteilt werden. Ähnlich wie bei einer Hochzeit heiratet man  zwar nur seinen geliebten Partner, doch dieser bringt ja auch immer eine Familie mit in die Ehe. Ein Blick in die Teilungserklärung schafft klare Verhältnisse, was welcher Person zugesprochen wird und worüber zusammen diskutiert werden muss. Wenn innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft Beschlüsse gefasst werden, so sind diese auch verbindlich. Fragen Sie den Verwalter der Gemeinschaft über eventuelle Streitigkeiten, Diskrepanzen, getroffene Entscheidungen und aktuelle Anliegen. So bekommen Sie ein Gefühl dafür, in welche Kreis Sie sich begeben.

 

Fehler #4: Die Immobilie wird falsch beurteilt.

Damit im Nachhinein nicht Sätze fallen wie „Außen hui, innen pfui.“ gilt es nicht nur die Gemeinschaft, sondern auch die Immobilie eingehend zu prüfen. Mögliche Mängel sind für einen Laien oft nicht sofort erkennbar. Das Hinzuziehen eines erfahrenen Immobilienmaklers oder eines Gutachters ist also eine lohnenswerte Investition. So vermeiden Sie im Bereich Denkmal und Bestand unerwartete, kostspielige Sanierungs- bzw. Modernisierungskosten. Das Einholen einer solchen unabhängigen Expertise sollte zwingend vor der Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgen.

 

Fehler #5: Allein und unter Zeitdruck entscheiden.

Um eine weitere, treffende Redewendung zu nutzen – „Gut Ding will Weile haben.“. Unabhängig ob Ihre Eigentumswohnung gerade erst gebaut wird, sich in Sanierung befindet oder schon bereit zum Einzug steht – nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen. Im besten Fall wird Sie das Ergebnis des Kaufentschlusses viele Jahre begleiten. Ihre Entscheidung sollte wohl überlegt und aus unterschiedlichen Standpunkten betrachtet werden. Sie müssen zur Immobilie und die Immobilie zu Ihnen passen. Dieser Prozess kann bzw. darf einige Zeit dauern und sollte nicht unnatürlich beschleunigt werden. Besprechen Sie sich mit vertrauten Personen. Vergleichen Sie Angebote. Gerade im komplexen Bereich Neubau sollten unbedingt Sachverständige hinzugezogen werden. So sichern Sie Qualität am Bau ohne die Nerven zu verlieren.

 

Wir stehen Ihnen gern zur Seite – seit 25 Jahren vermitteln, vergleichen, prüfen und beraten wir Sie auf dem gemeinsamen Weg beim Kauf Ihrer Eigentumswohnung. Stay green, stay safe, stay Dima.

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