Was passiert am Lindenauer Hafen?
23. Juli 2015

Was passiert am Lindenauer Hafen?

Es ist noch gar nicht so lange her, genauer gesagt am 2. Juli, da eröffnete die neue Wasserverbindung zwischen dem Karl-Heine-Kanal und dem Lindenauer Hafen. Aber damit nicht genug. Es sind noch weitere Baumaßnahmen geplant, um die Gewässerverbindung zu verbessern und die Wohnqualität in den angrenzenden Stadtteilen zu steigern.

1. Neuer Kanal als Hochwasserschutz-Maßnahme

Zur Zeit arbeitet man an einem Plan zur Umsetzung eines Kanales, der das Wasser der Parthe in die Neue Luppe umleiten soll. Hintergrund ist der dringend nötige Hochwasserschutz, da die Parthe bislang in der Weißen Elster mündet. Für den Kanal werden derzeit verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung in der Nähe des Heuwegs geprüft.

2. Noch 75 m bis zum Elster-Saale-Kanal

Nördlich des Lindenauer Hafens fehlen nun nur noch 75 Meter bis zum Elster-Saale-Kanale. Die Landsperre soll 2018 beseitigt werden, wenn der Stadtrat zustimmt. Durch diese Anbindung könnten Paddler bis nach Günthersdorf gelangen. Bis zum Nordsee fehlen allerdings noch 7 Kilometer Kanals zur Saale.

3. Slipanlage für 2017/18 geplant

Damit die durch private Investoren verwirklichte Marina (Bootsanlegeplatz) schneller vorankommt, will die Kommune den Bau von Leipzigs erster Slipanlage (zum Einsetzen von Booten) am Lindenauer Hafen zeitliche vorziehen. Auch spielen die beiden Speicher beim Marina-Projekt eine wichtige Rolle. Einer gehört der Stadt. Der andere Speicher wurde unlängst von der Stadtbau AG von privaten Besitzern gekauft. Ab im Hafenbecken später auch Motorboote zulässig sind, wird derzeit noch geprüft.

Eine weitere Baustelle bildet der Stadthafen gegenüber dem Schreberbad im Zentrum-West. Seit 2000 sucht die Stadt nach Investoren für das 4250 qm große Areal, die hier ein großes Hafenbecken entwickeln. Bis 2017 läuft noch eine Zwischennutzung. Ein Bootsverleih mit Sportanlagen, Strand und Gastronomie hat sich auf dem kommunalen Gelände niedergelassen. Das Hafenbecken könnte die Kommune mit Fördermitteln ab 2018 errichten, aber nur mit Hilfe private Investoren, die die angrenzende Infrastruktur planen.

 

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