Leipzig – Stadt der Zukunft
9. März 2015

Leipzig – Stadt der Zukunft

Letzte Woche berichteten wir bereits über den Hype von Leipzig. Heute erschien ein weiterer Artikel in der LVZ, in dem der Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Jochem Lunebach einen kleinen Ausblick in die Zukunft Leipzigs wagt.

Leipzig wächst und wächst. Nicht nur Studenten sondern auch qualifizierte Arbeitskräfte aus allen Bundesländern zieht es Jahr für Jahr in die Messestadt. In der Bevölkerungsvoraussage sehen Experten Leipzig im Jahr 2030 mit einer Einwohnerzahl von 570.000 bis 630.000. Wenn man aber den aktuellen Wachstumsstand betrachtet und der sich über die nächsten Jahre fortsetzt, werden wir in 15 Jahren wohl bei über 700.000 Einwohnern in Leipzig liegen.

Dieser rasante Wachstum bringt Konsequenzen mit sich. Stadtplanerisch ist Leipzig darauf vorbereitet und beginnt seine Planungen unter dem Motto „Leipzig weiter denken“ mit einem neuen Stadtentwicklungskonzept. Die Ansiedlung von reinen Lagerflächen, wie im Leipziger Norden der Fall, soll zukünftig beschränkt werden und die Problematik mit einer „Job-Mindestzahl“ Voraussetzung gelöst werden. So sollen Standorte für Investoren vermittelt werden, die auch eine gewisse Anzahl neuer Jobs schaffen. Weiterhin soll auch der Südraum an der A38 als Wirtschaftsstandort entwickelt werden. Die Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes soll etwa 2 Jahre dauern.
Auch bei der Schließung von Baulücken sehen die Stadtplaner vor allem Potenzial am City-Rand, also außerhalb des Stadtringes. Die Schwerpunkte liegen hier bei der Entwicklung des Leuschnerplatzes sowie großer Areale um den Hauptbahnhof.
Die Revitalisierung und Umwandlung alter Fabrikgebäude zu attraktiven Wohnungen soll betrachtet und abgewogen werden, wie viel Platz man den gewerblichen Einheiten, sowie Künstlern in den betroffenen Gebieten einräume. Besonders interessant dürfte das Projekt „Werk Motor“ sein, bei dem in Gohlis eine Wohnsiedlung geplant ist, die mehr Energie erzeugt als verbraucht.
Das Thema Kita-Standorte wird in dem Stadtenwicklungskonzept ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Man will ressourcenfreundlichere Alternativen zu den Kita-Flachbauten finden, so können Kitas auch in große Gebäude im Erdgeschoss integriert sein.

Im Juni berät eine Expertenkommission über Ideen, zukünftige Investoren in die allgemeinen Folgekosten (neue Straßen, Schulen, Wohnraum) ihrer Projekte mit einzubeziehen.

Wir sind gespannt auf die Entwicklung dieser wunderbaren Stadt und hoffen, dass sie ihren Charme nicht verliert.

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