Was ändert sich 2015 in der Immobilienbranche?
20. Februar 2015

Was ändert sich 2015 in der Immobilienbranche?

In 2014 wurde die Immobilienbranche mit den neuen Verbraucherschutzgesetz getroffen, was für viele Immobilienmakler einen negativen Beigeschmack durch einen erhöhten bürokratischen Aufwand hatte. Man hat sich bis dato damit arrangiert, aber anfreunden wird man sich als Makler damit nicht.
Auch dieses Jahr treten zahlreiche neue Gesetzte in Kraft. Wir möchten Sie kurz auf die Mietpreisbremse und das „Bestellprinzip“ aufmerksam machen.

Die Mietpreisbremse

Die Mietpreisbremse wurde schon letztes Jahr heiß diskutiert. Bringt die Mietpreisbremse wirklich etwas? Da ist man in der Politik und Wirtschaft immer noch geteilter Meinung. Viele Medien berichteten bereits von einem Inkrafttreten des Gesetzes zur Mietpreisbremse zum 1. Januar 2015. Dies ist falsch. Ein genaues Datum wird derzeit noch geprüft. Derzeit verhandeln die Union und SPD noch über die Inhalte der Mietpreisbremse. Nach aktuellem Stand sollen die Mietpreise in Gemeinden mit angespannten Wohnungsmärkten bei einer Neuvermietung nicht mehr als 10 % über die ortsübliche Vergleichsmiete hinausgehen. Nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes sind die Bundesländer dazu in der Lage, Regionen als angespannte Wohnungsmärkte zu kennzeichnen und dieses auf 5 Jahre festzulegen. Allerdings kommt damit auf den Verwalter und Vermieter ein erheblicher Mehraufwand zu, denn es gilt vergleichbare Wohnungen zu finden, um den Mietspiegel in einer Region erstmal festzulegen, wenn es, wie in vielen Städten noch üblich, gar keinen Mietspiegel gibt.
Weitere Unklarheiten ergeben sich bei „Modernisierungsmaßnahmen“. Laut vorläufigen Gesetz sind Neubauten von der Mietpreisbremse ausgeschlossen, aber auch Erstbezüge nach einer umfassenden Sanierung/Modernisierung. Was heißt aber genau „umfassende“? Eine genaue Definition fehlt bis jetzt, orientieren kann mich sich an dem Verhältnis, wenn das Investitionsvolumen in etwa ein Drittel dem eines Neubaus entspricht. Und weiter die Baumaßnahmen die Struktur des Gebäudes betreffen, dann spricht man von einer „umfassenden“ Modernisierung. Da dies für die meisten Sanierungen aber nicht zu trifft, wird stark damit gerechnet, dass die Investitionen in den Wohnungsbestand zurückgehen.

Als frühester Termin für das Inkrafttreten der Mietpreisbremse ist der 1. Mai 2015 denkbar.

Das „Bestellerprinzip“

Das Gesetz soll in Zusammenhang mit der Mietpreisbremse in Kraft treten. Die geplante Regelung sieht vor, dass zukünftig derjenige die Maklerprovision zahlen soll, der die Leistungen in Auftrag gibt. Da dies meist der Vermieter, ist mit entscheidenden Mehrkosten für den Vermieter zu rechnen. Außerdem wird befürchtet, dass viele Eigentümer versuchen werden, Ihre Wohnung auf eigenem Weg zu vermieten, um die Kosten zu sparen. Damit haben dann Wohnungssuchende Zugang zu einem geringeren Angebot. Besonders betroffen werden davon sein, Mieter die in eine neue Stadt ziehen wollen.

Weitere Informationen zu den Gesetzesänderungen im Jahr 2015 erhalten Sie bei IVD.

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